Baubericht Trislander / Teil 1
Britten-Norman Trislander
Zuerst einige Infos zum Original:
- Länge 15,01 m
- Spannweite 16,15 m
- Höhe 4,29 m
- Gesamtgewicht 4500 kg
- Reichweite 1600 km
- Motoren 3 x Lycoming 0540-E4C5 mit je 263 PS
Angaben von Peter
Der Typ ist eine gestreckte Version der Britten-Norman BN-2 Islander. Das Leitwerk ist komplett neu. Einzigartig ist das im Seitenleitwerk angebrachte Kolbentriebwerk. Eine weitere Besonderheit der Trislander ist, dass sie über keinen durchgehenden Gang verfügt. Die Sitzanordnung ist normalerweise ein Pilot und Passagier im Cockpit und 16 Sitzplätze für Passagiere, je zwei nebeneinander in der Hauptkabine. Der Zugang zu den Sitzbänken erfolgt über zwei Türen auf der linken und drei auf der rechten Seite. Das Gepäckabteil im hinteren Rumpfteil besitzt eine eigene Zugangstür auf der linken Seite.[1] Wie die BN-2 Islander ist auch die Trislander nicht mit einer Druckkabine ausgestattet und verfügt über ein starres Bugradfahrwerk.
Das Modell
Baubeginn: Juni 2024.
Da ich bereits mehrere ein-, zwei- und (ein) viermotorige Modelle besitze, wollte ich auch ein dreimotoriges Modell in meine Sammlung aufnehmen. Die Ju 52 war natürlich mein erster Gedanke, aber ich bevorzugte etwas, das man nicht alle Tage zu sehen bekommt. Die Auswahl an dreimotorigen Flugzeugen ist sehr begrenzt. Die Trislander hatte ich dabei schon im Hinterkopf. Als ich mich im Internet näher über dieses Flugzeug informierte, wusste ich: Es wird eine Trislander.
Da es selbstverständlich keinen Bauplan gibt, habe ich - wie bereits bei der Blackburn Beverly - einen 3-Seiten-Ansichtsplan im A4-Format im Internet gefunden. Ich verwende den Umrechnungsfaktor 12,8. Das heisst: Alle Masse vom A4-Blatt werden mit diesem Faktor multipliziert, was eine Spannweite von 1800 mm und eine Rumpflänge von 1540 mm ergibt - passt gerade noch ins Auto.
Der schachtelförmige Rumpf ist natürlich schon mal gut 🙂. Aber der mittlere Motor (Engine 2) im Seitenleitwerk wird eine bauliche Knacknuss. Es soll möglichst steif und stabil und zugleich nicht allzu schwer sein, so dass keine Vibrationen vom Motor auftreten können, ansonsten sich das Leitwerk relativ schnell vom Rumpf verabschieden würde... Das nicht einziehbare Bug- und Hauptfahrwerk ist ebenfalls vom baulichen her schon mal vorteilhaft. Wegen dem hohen Gewicht im Heck musste der Rumpf vor dem Flügel überproportional lang konstruiert werden, ansonsten würde der Schwerpunkt nur mit extrem viel Gewicht ins „Lot“ kommen. Ich habe vorgesehen, die 3 Lipos gleich hinter dem Cockpit zu plazieren.
Flügel
Bei diesem Flieger habe ich mich wieder einmal entschlossen, einen Rippenflügel zu bauen. Ist zwar ein bisschen aufwendiger, aber vor allem der Einbau des Starrfahrwerks hatte schliesslich den Ausschlag gegeben. Da ich keinen Bauplan habe, musste alles, was wichtig ist, vor dem Beplanken mit beigelegten Metallmassstäben fotografiert werden. Nach dem beplanken habe ich abschliessend die gesamte Oberfläche noch mit Glasgewebe überzogen.
Rumpf
Für den vorderen Teil des Rumpfes habe ich die konventionelle Rippenbauweise angewendet, für den hinteren Teil eine Kombination aus Rippen und Styropor. Anschliessend wird alles noch beplankt und ebenfals mit Glasgewebe überzogen.
Höhen- und Seitenleitwerk
Eine sehr aufwendige Konstruktion, müssen doch 3 dicke Stromkabel vom Mittelmotor, zwei Höhenruder-Servokabel und das Servokabel vom Seitenruder durch das schmale Seitenleitwerk in den Rumpf geführt werden. Dann noch der Ausleger für die Motorenaufnahme. Die Motorenverkleidung herzustellen wird auch noch eine Herausvorderung!
Fortsetzung folgt
Dieser Baubericht ist noch nicht abgeschlossen! Freuen wir uns schon jetzt auf Teil 2.